Alle die „bewegte“ Bilder von unserem Abenteuer-Tripp sehen möchten, haben dazu nächste Woche die Gelegenheit. Der Regional-Fernsehsender TV1 (Sendegebiet unter http://www.tv-1.de/fernsehen.htm) berichtet am 23.10. um 19:30Uhr im lokalen Kabelkanal (Wdh. Sonntag 26.10., 19:30Uhr) ausführlich über unsere Reise. Es gibt Filmbeiträge und Reinhold und Karl-Heinz stehen im Studio-Interview Rede und Antwort.
In der Mittagshitze (ca. 35 °C) und sehr hoher Luftfeuchtigkeit kamen wir mit dem Bus in der 18-Millionen-Metropole Shanghai an. Sogleich stürzten wir uns in die Menschenmassen in der Altstadt, bevor wir im Yu-Garten etwas Ruhe und Schattenplätze suchten. Bevor es zum Hotel ging, machten wir einen kurzen Abstecher zum „Bund“ (1.5 km lange Uferpromenande gegenüber der Shanghaier Skyline). Trotz des trüben Wetters war der Anblick der Skyline faszinierend und begeisternd; so sehr, dass Karl-Heinz vorschlug, abends das ganze nochmals bei Nacht zu genießen. Damit landete er einen Volltreffer: ein unbeschreibliches Lichtermeer brachte uns zum Schwärmen! Danke Karl-Heinz! Gegen 22:30 Uhr bebte plötzlich der Nachthimmel über der Uferpromenade – zum geglückten Start der chinesischen Mondmission gab es ein Feuerwerk!
Der Tag begann außergewöhnlich, denn wann kann man schon mal im 30ten Stock beim Frühstück die atemberaubende Skyline Shanghais bewundern? Wir konnten es. Was in Deutschland wohl nicht möglich sein wird, konnten wir hier testen – eine Fahrt mit der Magnetschwebebahn Transrapid. Atemberaubende 430 km/h wurden erreicht und machten die 30 km zum Flughafen Pudong zu einem Katzensprung – nach exakt 7 min 29.8 s war das Hochgeschwindigkeitsspektakel vorbei….Wahnsinn!
Doch das war heute noch nicht alles…zu einem abschließenden Höhepunkt der China-Reise wurde unser Besuch des erst seit 1. September eröffneten Shanghai World Financial Center (SWFC). Vom 100ten Stockwerk ( in 474 m Höhe) hatten wir von einer Glasplatform aus atemberaubende Blicke in die Tiefe. Vielleicht waren wir die ersten Schweinfurter (wenn nicht, bitte melden ) , die dieses gigantische Bauwerk besichtigt haben.
Morgen heißt es Abschied nehmen von Shanghai und auch von China – einem beeindruckenden Land. In den letzten drei Wochen haben wir sehr, sehr viel erlebt, was wir im Moment noch gar nicht so realisieren und in Worte fassen können. Hängen bleibt auf jeden Fall die große Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen hier – vielleicht auch ein bis zwei dauerhafte Bekanntschaften, herausragende Paralympics mit vollen Stadien und begeisternden Wettkämpfen, viele Begegnungen mit deutschen Sportlern und Funktionären, das Aufeinandertreffen mit dem Bundespräsidenten sowie viele imposante kulturelle Attraktionen auf unserer Rundreise.
Last but not least, herzlichen Dank an alle Daheimgebliebenen für die tolle Unterstützung und Begleitung über das Online-Tagebuch während der letzten drei ereignisreichen Wochen!
Auf Wiedersehen Shanghai – auf Wiedersehen China!
P.s.: A propos Smog-Alarm in China….Gott sei Dank – Fehlalarm! Den zur eigenen Beruhigung mitgeführten Mundschutz hätten wir getrost zu Hause lassen können.
Heute startete unser Tag mit einem riesigen Buffet, bei dem alle große Augen machten. Quadratisch angeordnet (Gesamtlänge bestimmt ca. 30m) wurden alle unsere Wünsche mehr als erfüllt. Bestens gestärkt erreichten wir um 10 Uhr den Garten des „Bescheidenen Beamten“ – er stellte sich am Ende als gar nicht so „bescheiden“ dar: er hatte eine Gesamtgröße von ca. 5 Hektar. Unzählige Pavillons, Teiche mit Lotuspflanzen und Steinskulpturen erwarteten uns. Leider haben wir die Blütezeit der Lotuspflanzen knapp verpasst, sie endet Anfang September.
So weit weg von der Heimat, doch plötzlich stand eine deutsche Reisegruppe mit einem Volkacher vor uns und fränkelte mit uns…:-) Aber das härteste kam einige Minuten später, als eine Gruppe junger Chinesinnen einige unserer Redakteure erblickte und uns sogleich für ein Fotoshooting in Beschlag nahm.
Um 12 Uhr ging es weiter zur Bootsfahrt, beginnend auf dem Kaiserkanal. Die Fahrt auf den teilweise engen Kanälen erinnert stark an Venedig und beeindruckte uns sehr. Es war schwül – wie bisher durchgehend – und wir warteten auf eine erlösende Abkühlung. Die kam auch und erwischte uns voll, just als wir anlegen und zum Bus gehen wollten. Wolkenbruchartiger Regen mit Bitzeinschlag und heftigem Donner fesselten uns geschlagene 45 min auf das Boot! „Mama China“ schlug uns zur Überbrückung der Wartezeit ein Mittagsschläfchen vor Nicht alle konnten diesem Rat Folge leisten, im Gegenteil, Andrea sehnte sich nach einem guten und baldigen Ende – Gewitter sind einfach nicht ihr Ding!
Insgesamt war es wieder ein erlebnisreicher Tag im Venedig des Ostens.
Nach 1000 Kilometer Zugfahrt kamen wir heute um 11.25 Uhr Ortszeit (5.25 MEZ) im feucht heißen Suzhou an (32 Grad und 75 % Luftfeuchtigkeit). Die Ladies hatten endlich mal mit einem männlichen Reiseleiter gerechnet, doch es kam „Mama China“ . Weitere Überraschungen sollten folgen: Unsere Koffer und eine Schweißspur hinter uns herziehend, hechelten wir zum Bus. Da versagten selbst die stärksten Deos (Stiftung OBA-Warentest: „ungenügend“). In einem vollklimatisierten 40-Sitzer-Bus erreichten wir unser 4**** Hotel. Nach der lang ersehnten, halbstündigen Dusche besichtigen wir den 800 Jahre alten Garten des Meisters der Netze – klein aber oho!! Da wir 15 Stunden im Nachtzug unterwegs waren und alle hundemüde sind, brechen wir an diese Stelle ab und melden uns morgen wieder.
Vom groessten Bahnhof Asiens starteten wir vorgestern Abend mit dem Nachtzug nach Xi’an. Von unseren engen Schlafkabinen waren alle begeistert. Einige haben nachher gar erzaehlt, sie haetten hier nie besser geschlafen – Benni verwundert uns immer wieder
Nach einem strapazioesen Fussmarsch zu unserem Hotelbus (ca. 500m – gefuehlte 5 km) staunten wir bei der Ankunft bei unserem 4-Sterne-Hotel nicht schlecht: „Ein wirklich geiler Schuppen!“ (O-Ton Karl-Heinz).
Xi’an ist mit ca. 8 Millionen Einwohnern eine mittlere Stadt hier in China – nach unserem oertlichen Guide ist ein Ort mit 1 Million noch ein Dorf!
Am Nachmittag ging es sogleich mit dem achten Weltwunder los: die beruehmte Terrakotta Armee etc. etc. etc.
Auch kulinarisch konnten wir in die regionalen Spezialitaeten eintauchen – so nahmen wir bereits an einem Dumpling-Dinner teil und durften 18 verschiedene Maultaschenvariationen geniessen.
Morgen fahren wir nachmittags mit dem Zug nach Luoyang weiter, wo wir z.B. die beruehmten Shaolin-Kloester besichtigen werden.
Also, bis bald – dann vielleicht mit einigen Fotos (hier im Internet-Cafe wuerde das ewig dauern…).
In Kürze checken wir aus unserem Hotel aus und brechen heute Abend mit dem Nachttzug zu unserer Abenteuerreise zunächst Richtung Xi’an auf.
Die OBA auf der Schiene…aber hört doch einfach mal rein!
Die letzten Tage war Waschen angesagt. Die vielen Gewaltmärsche bei meist hohen Temperaturen hatten ihre Spuren hinterlassen. Gut, dass eine Waschmaschine bereit stand….viel länger hätten die wenigen Kleidungstücke einiger auch nicht mehr durchgehalten. Andrea und Reinhold machten sich wacker ans Werk, auch an die „Problemwäsche“ … Das ein oder andere Kleidungsstück hatte doch schon einen gewissen (manche würden „strengen“ sagen) müffenlnden Geruch etc. Leider war keine Beißzange zur Hand, so musste eben mit äußerster Vorsicht und allen zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln gebarbeitet werden
Der Aufwand hat sich gelohnt: nun können wir uns alle wieder riechen
Immer mal wieder kommt es in China zu Wechseln in der Staatsspitze – eine Dynastie wird durch eine neue ersetzt….es ist wieder einmal so weit: Wir sind mitten im Wahlkampf! Im Zuge der Wahlkampagne haben die KandidatInnen auch einen Termin im Sommerpalast absolviert; selbstverständlich war die OBA-Zeitungsgruppe hier live vor Ort:
Das chinesische Volk hat die schwere Wahl zwischen drei prächtigen KandidatInnen:
dem gütigen Wang Karl-Heinz, dem immer freundlich auftretenden Wang Reinhold oder doch lieber der lieblichen Kaiserin Wang Olga? Welchem Kaiser oder welcher Kaiserin sollen die Chinesen nun huldigen?
Wer hat die besten Chancen, das Volk in die Neuzeit zu führen? Fortschrittlich wie die Chinesen sind, können auch wir eine Meinung äußern…also, los geht’s in den Kommentaren!
Ni hao aus Peking! Was wir vor vier Jahren in Athen noch nicht geschafft haben, klappte im fernen Beijing bestens. Andrea Hegen, Silbermedaillen-Gewinnerin im Speerwurf und Frank Tinnermeier, Kugelstoßer, führten uns am 14. September durchs Paralympische Dorf.
Beim gemütlichen Spaziergang waren wir fasziniert von den sehr schön gestalteten Außenanlagen mit ihren kleinen Bächen und Brücken, Skulpturen und tempelartigen Pavillons im asiatischen Stil. Im Gegensatz zum sonstigen Stadtbild mit vielen Hochhäusern waren die Wohneinheiten in überschaubarer Größe. Ein Ort zum Wohlfühlen für alle Athleten und Betreuer. Wir sahen sehr viele Sportler aus aller Herren Länder mit unterschiedlichsten Handicaps. Im Mensazelt stand plötzlich ein stattlicher Kubaner neben uns – ganz offensichtlich hatte er ein Auge auf unsere Silbermedaillengewinnerin Andrea Hegen geworfen – mit Olga wollte er seine Weste gegen ihre Vogelnestkappe tauschen; aber Olga blieb eisern! Wir durften einen kurzen Blick in die Werkstatt von Otto Bock werfen – einer weltweit führenden Firma im Prothesenbereich. Hier leisten 135 Mitarbeiter in drei Schichten einen Reparaturservice für alle Athleten, die Probleme mit ihren Prothesen oder Rollstühlen haben. Es wurde uns von einem Fall eines Sportlers aus Madagaskar berichtet, der seine Uralt- in eine High Tech Prothese tauschen konnte. Wir trafen natürlich auch auf viele deutsche Sportler und Medaillengewinner sowie Betreuer und Funktionäre: Marianne Buggenhagen, Astrid Höfte, u.a. sowie Dr. Karl Quade (Chef de Mission) und Ulf Mehrens (Vizechef und Vorsitzender Deutscher Rollstuhlsportverband). Die „Silberne“ von Andrea Hegen durften wir sogar anfassen und fotografieren. Ein gutes Gefühl! Nach einem Interview mit ihr und dem Rundgang gings natürlich noch zum Fanartikel-Shop, wo wir alle kräftig zuschlugen. Es hat viel Spaß gemacht und uns sehr beeindruckt – vielleicht haben wir ja in 4 Jahren in London wieder die Gelegenheit (einige nette Fotos finden sich hier)!
10.33 Uhr Ortszeit: Sieben wackere Männer und eine tapfere Frau machten sich auf den Weg, die unzähligen Stufen der Chinesischen Mauer zu erklimmen. Eine schweißtreibende Angelegenheit – vor allem weil doch einige ein paar Pfunde zu viel mit nach oben schleppen mußten. O-Ton Thomas F.: „Ich bin nicht zu dick – habe nur einen starken Knochenbau.“
Als wir endlich den „Gipfel“ in 800m Höhe erobert hatten wollten wir zum Zeichen des Triumpfes die Deutschlandflagge hissen. Leider lag sie unten im Bus.
Dafür erwarteten uns oben Benjamin und Andrea (die mit der klapprigen Seilbahn hochfuhren) mit Handtüchern und einem Sauerstoffzelt. Und so genossen wir erschöpft aber überglücklich bei super Wetter die gigantische Aussicht.